Matchberichte aus der SJMM

SJMM 2018/19 - Schlussrangliste

Mit dem 3. Rang und gleich vielen Mannschaftspunkten wie der Zweite kann das SCR-Team sehr zufrieden sein.

Leider mussten wir zu oft dezimiert antreten und gaben so jeweils ganze Punkte gratis ab. 

Für die erste Saison in der 1.Liga gilt aber insgesamt - gut gespielt, weiter so!

 

 

 

Bisher reicht es nur zu Remisen - die Gegnerschaft hatte aber das selbe Problem....:-)!

Hier die Resultate aus der letzten Heimrunde!

Aussichten nicht schlecht

Wenn man den Zwischenstand mit den gestrigen Resultaten hochrechnet, dann ist folgende Tabelle zu erwarten: Rheintal - C4KW, 3.5-0.5, Rheintal - Chur, 3-1

 

Rangliste vor den letzten beiden Runden:

 

Rangliste nach allen Runden:

Und dies hat zur Folge, dass gemäss Reglement die direkte Begegnung heran gezogen wird.

Rang

Club     

MP   

EP    

1

Rheintal              

12                          

22                                                                                                         

2

Chess4Kids WollishofenV          

12

22

3

Chur

8

ca. 16-17   

 

Fazit:

Gut gespielt, sehr gut gekämpft und verdient gewonnen.

Mal schauen, was die Turnierleitung sagt. 

Danke euch allen für den Einsatz, dass sportliche Verhalten und das kämpferische Spiel.

 

Rund 6

Oerlikon retour mit der SBB

Gleich zu Beginn überraschte uns der Gegner mit einem geschenkten Punkt - Brett 4 war verwaist.

Angenehm für die Mannschaft - eher unangenehm für Rafael - er wollte doch Schach spielen.

Es blieb ihm wohl oder übel nichts anderes übrig, als mit dem Coach die restlichen Partien mit zu verfolgen.

 

Lag es an der eigenwilligen Linienführung der SBB oder an der jeweiligen Verfassung, wer weiss das schon, auf alle Fälle gerieten zwei der Eröffnungen schnell mal abseits der Geleise. Durch unmotivierte Rückzüge von Figuren oder ungeschickte Tauschreihenfolgen standen wir plötzlich zweimal schlecht und einmal ordentlich - das kleine Geschenk zu Beginn wirkte bald als einziger Hoffnungsschimmer am Horizont.

Glücklicherweise wussten weder Freund noch Feind wie gut oder schlecht man stand und die Küssnachter wollten eher Schach spielen den gewinnen. Sie hatten die Eröffnung durchwegs gut geführt und kamen zu Raum oder gar zu Angriff. Das gefällt keinem Coach der Welt - er sollte sich etwas stärker um den Partiestart kümmern, sonst wird dann schnell mal an seinem Stuhl gesägt - oder ist das im Schach nicht so wie im Fussball?

Vorteil besitzen und ihn dann auch umsetzen, das sind zwei paar Schuhe. Nach einer ungewohnt hektischen und schnell ausgeführten Eröffnung begann Niklas zu dämmern, was über seinen Figuren zusammen braute. Gegnerische Läufer, Springer und gar die Dame kümmerten sich auffällig zudringlich um seinen König. Er riss die Notleine und beorderte die Figuren wieder zurück ins Gefecht. Gerade noch rechtzeitig gelang es ihm die Königsflanke zu schützen. Selbst der verlorene f-Bauer verlor etwas von seinem Schrecken - der weisse Turm schielte nun selber in Richtung gegnerischem König. Hätte der Küssnachter nun etwas Vorsicht wallten lassen und seine Kräfte zurück beordert, so blieben die Waagschalen wohl im Gleichgewicht. Nicht so der Schwarze - er wollte angreifen und vergass dabei seinen Springer, verlor ihn einzügigig und weg war die Partie - 2 zu Null der Gesamtstand.

 

Lorin hielt es wie Niklas, weshalb soll ich langsam spielen, wenn ich auch schnell kann.

Das kann ins Auge gehen und tut es oft auch. Zudem tauschte er mit Schwarz Figuren falsch ab und verlor Tempo um Tempo. Allerdings liess sich sein Gegner nicht vom eigenen Vorteil überzeugen und spielte weiter, als ob er im Rückstand wäre - ängstlich und wenig resolut. Lorin witterte Hoffnung und begann zu rechnen und zu planen - ein gutes Zeichen. Als Weiss dann auch noch die Figurendeckung vernachlässigte, entschied sich die Partie zu Gunsten der Rheintaler - am Ende setzte Login gekonnt matt - 3 : 0.

Allerdings müssen wir auch bei Lorin die schwarze Eröffnung unter die Lupe nehmen - schon dem Nervenkostüm des Coaches zuliebe. 

 

Heisst es am Schluss glatt vier zu null oder eben 3:1? Für die Beantwortung dieser Frage war Aaron zuständig. In seinem Damengambit - eigentlich eine verkappter Nimzoinder - konnte er sein Figuren wie geplant aufstellen - dank dem Rückzug des schwarzfeldigen Läufers seines Gegners, hatte er sogar Zeit, seine Figuren zwar weniger aktiv, dafür aber besser koordiniert zu postieren.

Ein gutes Zentrum und sorgfältige Zugfolgen - das schafft Vertrauen beim Supporterteam.

Stellt der Gegner noch seinen Läufer unmotiviert auf b7 - Le4 hat da schon das Kommando inne - so ist es nur noch eine Frage der Zeit - 4 zu Null.

 

Den Abschluss des Wettkampfs mussten wir der SBB überlassen und sie liess sich nicht lumpen - alles was zwischen Effretikon und Winterthur stand, wurde rücksichtslos geschlagen und wir hatten das Nachsehen. Zusätzliches Umsteigen in Winterthur - das war jetzt leicht zu ertragen und dann nochmals in St. Gallen - Rafael meinte zwar, ob das denn noch sein musste , aber es musste.

Insgesamt gut gemacht - gewisse Hausaufgaben sind jedoch noch zu erledigen - am 5. Mai 2018 geht's in die Schlussrunde.

 

Runde 4 und 5

 

Hängende Bauern, vergaloppierte Springer und schwierige Endspiele

Man kann es drehen wie man will, das eine oder andere Thema war immer mit im Spiel. Manchmal verrirrte sich gar ein Turm und das verheisst selten Gutes. Vor allem bedeutet es Krampf, Mühe oder Verlust. Und in der Folge überraschte es nicht, dass Runde 4 unter derartigen Vorzeichen verloren ging.

Sei es zu impulsives Ziehen, unbedachte Aktionen oder ganz einfach Missachtung der gegnerischen Drohungen. 

Es blieb Niklas vorbehalten den einzigen Sieg einzufahren. Er spielte ruhig, beherrscht und geduldig - so gar nicht juniorenhaft - der Lohn war eine Mehrfigur und später zwei Türme auf der Guthabenseite. Das Matt war nur eine Frage der Zeit.

 

Rafael und Lorin starteten gut, verloren im Mittelspiel aber irgendwie den roten Faden. Schlecht stehende Figuren sind immer unangenehm - entweder müssen sie mit grossem Aufwand aktiviert werden oder sie fehlen bei Offensivaktionen. Beides traf auf die Stellungen der zwei Jungs zu und taktische Finessen der Gegner führten alsbald zu zwei Nullern.

 

Am Spitzenbrett platzierte Aaron seine weisse Streitmacht gewohnt solide, spielte konzentriert und nahm sich Zeit für Planung und Berechnung. Der Lohn war ein Mehrbauer auf dem Damenflügel und aktives Spiel. 

Nichts deutete darauf hin, dass Minuten später das Brett in Flammen stand, der Freibauer sich in Luft auflöste und der schöne Läufer gerade auch. Ein Mehrbauer durch Schlagen en passant brachte da kaum Wonnegefühle ins rheintalische Schachlager. Auch wenn der Gegner besagtes Schlagen nicht kannte, durfte man nicht davon ausgehen, dass die Partie zu halten war. In Zeitnot versetzte Aaron gar noch den letzten Springer - man könnte auch sagen, er opferte ihn für die gegnerischen Bauern. Wie auch immer - mit König und Bauer gegen 2 Springer, das macht wenig Lust - vor allem, wenn man weiss, dass in dieser Konstellation der eigene Mehrbauer gar zu Matt führen kann. Nun - es schien, auch der Horgener wusste nicht um diesen Umstand und erobert das Bäuerlein. Ein Matt mit 2 Springern kann nicht mehr erzwungen werden, darum wird unter Grossmeistern nicht mehr weitergespielt - nicht so die Junioren. Eisern wird probiert, vielleicht macht der Gegner ja einen Fehler und der Sieg gehört uns. Selbst ein kurzer Diskurs unter den Coaches führten zu keinem Ziel - weiter gings. Erst als einer der zwei Springer das falsche Feld betrat, wars aus mit den Siegesgelüsten - remis.

 

Runde 5 folgt in bälde....

Sieg mit 3 zu 1 Punkten

Zum ersten Mal spielte Janis mit - 1:0 für ihn am vierten Brett.

Zum fünften Mal mit dabei - Aaron am ersten Brett, an Brett 2 und 3 Rafael und Niklas - überall mit mehr als 50 % Leistung. Gute Leistungen insgesamt, belohnt mit Rang 1, natürlich mit Mehrspiel.

So könnte man die Nachmittagsrunde der SJMM vom 3.2.18 zusammenfassen. 

 

Gespannt war man auf die Vorstellung von Janis - er spielte mit Weiss an Brett 4 zum ersten Mal im Team des SCR mit. Vermochte er seine quirlige Art zu kontrollieren, seinen spontanen Einfälle zum richtigen Zeitpunkt in die Tat umsetzen? Wird er die Drohungen des Gegners sehen und eigene aufstellen können? Er konnte - die Figuren standen aktiv und geschützt, die Bauern sicherten die sensiblen Felder - das musste sich mit der Zeit auszahlen. Ein erste Chance liess er vorbei streichen - Schwarz hatte gerade einen Springer hingestellt. Die zweite Gelegenheit nutzte Janis sicher - wiederum bot sein Gegner unfreiwillig eine Figur zum Kauf an, diesmal die Dame. Das bedeutete gleichzeitig 1:0.

 

Rafael zog einen rabenschwarzen Tag ein - bisher ein sicherer Wert, holte er in Runde 4 und 5 keinen Punkt. Solche Tage gibt es, nichts gelingt, gut gekämpft und doch verloren - macht keinen Spass. Doch der Spass kommt wieder, spätestens beim nächsten Wettkampf, beim nächsten Sieg.

 

Niklas hat immer gepunktet, meist sogar mit dem Punktemaximum. So auch am Samstagnachmittag mit Schwarz - zwar half der Gegner etwas mit, er wollte ein Figurenangebot von Niklas partout nicht annehmen. Als dann dem Weissen ein Fehler unterlief, reagierte der Rheintaler cool und weg war die Figur. Auch wenn es sich lustig reimt, so einfach ist es dann doch nicht. Man muss immer Entscheidungen treffen, Risiken eingehen und manchmal auch Fehlgriffe einkalkulieren. Bisher kalkulierte Niklas optimal und blieb auch in brenzligen Situationen ruhig.

 

Zurück zum ersten Brett - Aaron kämpfte mit Schwarz und siegte - 0:1. Seinen sizilianischen Drachen spielte er schon sicher und gekonnt zu Ende. Kontrolliertes Zentrum, sichere Königsstellung und Angriff am Damenflügel - was will man mehr im hyper accelerated Dragon. Ja klar einen Punkt - und den gab es zum 3:1 für Rheintal gegen Embrach.

 

Lange Fahrten – kurze Matches - Juniorenteam des Schachclubs Rheintal im Wettkampf

 

Seit sechs Jahren nahm erstmals wieder ein Juniorenteam des SCR an der SJMM (Schweizerische Junioren-Mannschafts-Meisterschaft) im Schach teil.

 

Dass die Spielorte nicht gerade vor der Türe zu liegen kommen, war zu erwarten, dass man aber aus dem unteren Rheintal nach Kriens reisen sollte, wohl eher nicht.

Vier Mannschaften mit den jüngsten Schachspielern der Clubs Luzern, Chess4Kids und Rheintal trafen sich zum friedlichen Wettstreit im Luzerner Vorort und spielten um Sieg und Punkte.

 

Taktik und Strategie - erste Runde gegen Oerlikon

Der Eröffnungsaufbau der Rheintaler Hintermannschaft liess doch etwas zu wünschen übrig – Springer gerieten an den Rand, Läufer blockierten die eigenen Bauern und die Königsstellungen liessen Arges erahnen – strategisch ist noch Luft nach oben.

Doch taktisch waren sie auf der Höhe, plötzlich dort eine Figur mehr und da eine Mattdrohung gegen den gegnerischen König, das hob die Stimmung des Mannschaftsleiters und der Kollegen sichtlich – dazu kam, dass die jüngsten Rheintaler cool blieben und die Nerven behielten. Unter Stress und andauerndem Figurenangriff – an Juniorenwettkämpfen üblich – bewahrten sie Ruhe und Uebersicht. Zwei Punkte aus zwei Spielen - gut gekämpft.

 

Die Spitze hält dicht

Nun hing alles von Brett 1 und 2 ab. Da konnte man wohl nicht auf Patzer hoffen und kein Junior der Welt gibt eine Partie auf, getreu dem Leitsatz, mit Aufgeben hat noch niemand eine Schachpartie gewonnen.

Kurz – die Spitzenbretter hielten dicht – zwei weitere Punkte aus zwei Partien – für Runde 1 bedeutete dies: Vier zu Null für Rheintal.

 

Schlussrunde

Ab 1300 startete man die Uhren zur zweiten Runde. Rafaels Springer vergalopierte sich an den Brettrand, der Läufer versteckte sich hinter den eigenen Bauern, aber der Gegner übersah den zweiten Läufer und auch das drohende Matt – Eins zu Null. Silvan’s Türme waren auf die Grundreihe durchgebrochen, dazu ein Bauer, der sich zur Dame mauserte – auch der Gegner sah das Matt und gab auf – Zwei zu Null. Niklas konnte den schlechten Läufer tauschen, die Bauern an den richtigen Stellen platzieren – das Remis sicherte uns den Mannschaftssieg – Gratulation.

Da blieb nur noch Aaron – gewohnt geduldig bearbeitete er des Gegners Stellung und häufte Vorteil um Vorteil an, bis der Luzerner nur noch durch Hergabe der Qualität (Turm für Springer tauschen) die Partie halten konnte. Doch die Zeit drängte und das wortwörtlich – mit nur noch wenigen Minuten auf der Uhr, wickelte er die Partie in ein Unentschieden ab – gut gespielt. Der Gegner - an Jahren, Erfahrung und an ELO-Punkten reicher, nahm das Remis gerne an und Rheintal gewann mit Drei zu Eins das Match.

 

Zwei Runden gespielt, 4  zu 0 Mannschaftspunkte und 7 zu 1 Einzelpunkte erzielt – tolles Resultat – wir sind gespannt auf die Fortsetzung der SJMM im Februar 2018.

GJ

2. Brett                                      3. Brett                                   1.Brett                                        4.Brett